SPD fordert barrierefreien Übergang beim Neubau der Obernauer Schleuse

Stadtrat Wolfgang Autz: Bürger protestieren zu Recht

Nicht hinnehmen will die SPD die „Billigvariante“ des zukünftigen Mainübergangs im Rahmen des Neubaus der Obernauer Schleuse. Stadtrat Wolfgang Autz war unter den 300 Zuhörerinnen und Zuhörern, als am 19. Februar eine Informationsveranstaltung des Wasserstraßen-Neubauamtes Aschaffenburg stattfand.

Autz hält die Proteste aus der Bürgerschaft für sehr berechtigt. In einem Antrag an OB Klaus Herzog stellt er für die SPD-Fraktion fest: „Die vorgestellte Ausführung des neuen Steges, mit Treppenaufgängen und nicht behindertengerecht … passt nicht in eine Zeit, wo Inklusion und Barrierefreiheit wichtige Gesichtspunkte politischen Handelns sind.“ Der neue Steg sei eine wichtige Verbindung für Fußgänger und Fahrradfahrer auf die andere Mainseite, vom Spessart in den Odenwald und werde nicht nur von Freizeitradlern, sondern auch von vielen Arbeitnehmern genutzt werden, die in den Industriegebieten in Niedernberg, Großostheim und Aschaffenburg arbeiten.

Autz fordert für die SPD-Fraktion, dass die Stadtverwaltung „umgehend Gespräche mit den Verantwortlichen des Wasserstraßen-Neubauamtes, der Gemeinde Niedernberg und dem Landrat des Kreises Niedernberg“ führt. Ziel sei der barrierefreie Übergang.

Stadtrat Wolfgang Autz begrüßt das Angebot des Wasserstraßen-Neubauamts, die Bürgerschaft bei den Planungen mit einzubeziehen und den Bauprozess zu begleiten und würdigt die Infoveranstaltung am 19. Februar als „sehr gut vorbereitete Unterrichtung“. Jedoch sei eine Vollsperrung des alten Wehrstegs während der Bauphase der neuen Schleusenanlage von 2020 bis 2028 nicht hinnehmbar.

In Kenntnis der Haushaltslage der Stadt Aschaffenburg wird dennoch durch die SPD-Fraktion beantragt, dass die Stadt Aschaffenburg „eine Eigenbeteiligung an den Mehrkosten und die Zuschussmöglichkeiten seitens des Landes“ Bayern prüft. Um politischen Druck auf die zuständige Bundesbehörde zu erzeugen, sollen alle Abgeordneten aus der Region mit dem Thema befasst werden und im Stadtrat eine Resolution pro barrierefreien Übergang verabschiedet werden.